The Rise of the Machines – Why Automation is Different this Time

The Rise of the Machines – Why Automation is Different this Time

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Language: German

Type: Human

Number of phrases: 187

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Wie lange denkst du wird es dauern, bis Maschinen deine Arbeit besser machen als du? Automatisierung hieß bis jetzt: Große, dumme Maschinen wiederholen den selben Arbeitsschritt in Fabriken. Heute können sie Flugzeuge landen, Krebsdiagnosen stellen und mit Aktien handeln. Wir betreten ein neues Zeitalter der Automatisierung, anders als alles zuvor. Nach einer Studie aus 2013 haben fast die Hälfte aller Arbeitsstellen in den USA das Potenzial, in den nächsten 20 Jahren automatisiert zu werden. ABER HALT! Wird nicht schon seit Jahrzehnten automatisiert? Was ist diesmal anders? [ Kurzgesagt - In a nutshell ] Innovation in der Vergangenheit Dinge waren einmal einfach. Innovation erleichterte die Arbeit und steigerte die Produktivität. Das bedeutet, dass mehr Produkte oder Dienstleistungen pro Stunde mit der selben Anzahl an menschlichen Arbeitskräften produziert werden können. Das vernichtete zwar viele Arbeitsplätze, schuf aber auch neue und bessere. Das war wichtig, da die wachsende Bevölkerung Arbeit benötigte. Also, kurz gesagt: Innovation, höhere Produktivität, weniger alte Arbeitsplätze
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und viele neue und oft bessere Arbeitsplätze. Insgesamt zahlte sich das für eine Mehrheit der Menschen aus und der Lebensstandard stieg an. Es gibt eine deutliche Verbesserung, wenn man vergleicht, welche Arbeit Menschen bisher verrichtet haben. Die längste Zeit arbeiteten wir in der Landwirtschaft. Die industrielle Revolution verschob Arbeitsplätze in der Produktion. Dank immer weiter fortschreitender Automatisierung sind heute Menschen eher im Dienstleistungsbereich tätig. Und dann, erst vor kurzem in der menschlichen Geschichte, begann das Informationszeitalter. Plötzlich änderten sich die Regeln. Unsere Arbeitsplätze werden inzwischen schneller durch Maschinen ersetzt, als es früher der Fall war. Das bereitet natürlich Sorgen, aber Innovation wird uns sicher retten, oder? Informationsunternehmen boomen zwar, produzieren aber immer weniger Arbeitsplätze. 1979 beschäftigte General Motors 800.000 Menschen und erwirtschaftete 11 Milliarden US Dollar. 2012 hatte Google einen Umsatz von 14 Milliarden US Dollar, mit 58.000 Angestellten. Vielleicht gefällt dir der Vergleich nicht, aber Google ist ein Beispiel, was Arbeitsplätze in der Vergangenheit geschaffen hat.
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Innovative, neue Industrien. Alte, innovative Industrien verlieren an Fahrt. Autos, zum Beispiel. Als sie vor 100 Jahren auf der Bildfläche erschienen, erschufen sie riesige Industriezweige. Autos veränderten unsere Lebensweise, unsere Infrastruktur und unsere Städte. Millionen fanden Arbeitsplätze, direkt oder indirekt. Jahrzehnte der Investition hielten diese Bewegung am Laufen. Heute ist dieser Prozess größtenteils vollendet. Innovation in der Autoindustrie schafft nicht mehr so viele Arbeitsplätze wie früher. E-Autos sind zwar toll und alles, sie werden aber nicht Millionen neuer Arbeitsplätze schaffen. WARTE! Was ist mit dem Internet? Manche Technologen argumentieren, das Internet sei eine Innovation, welche aus der Elektrizität hervorging. Wenn wir also diesen Vergleich heranziehen, sehen wir, wie sich alte von neuen Innovationen unterscheiden. Das Internet erschuf neue Industriezweige, aber zu wenige Arbeitsplätze, um das Bevölkerungswachstum oder deren Vernichtung zu kompensieren. Auf seinem Höhepunkt in 2004, hatte "Blockbuster" 84.000 Angestellte und nahm 6 Milliarden US Dollar ein.
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2016 verdiente "Netflix" mit nur 4.500 Angestellten 9 Milliarden US Dollar. Oder nehmt uns, zum Beispiel: Mit einer Vollzeitbesetzung von nur 12 Leuten, erreicht "Kurzgesagt" Millionen von Menschen. Ein TV Sender mit der gleichen Anzahl an Zuschauern, braucht wesentlich mehr Angestellte. Innovation im Informationszeitalter gleicht nicht die Kreation von neuen Arbeitsplätzen aus, was für sich schon schlimm genug ist, aber jetzt erreicht uns eine neue Welle der Automatisierung und eine neue Generation von Maschinen übernimmt langsam. [ Eine neue Art von Maschinen ] Um das zu verstehen, müssen wir zuerst uns selbst verstehen. Menschlicher Fortschritt begründet sich auf die Diversität von Arbeit. Als wir uns tausende Jahre weiter entwickelten, spezialisierten wir uns in der Arbeit immer weiter. Während sogar unsere schlauesten Maschinen schlecht darin sind, komplizierte Aufgaben zu lösen, können sie problemlos eng definierte, vorhersehbare Aufgaben ausführen. Dies vernichtete viele Arbeitsplätze in Fabriken. Wenn man aber eine komplizierte Aufgabe lang und intensiv begutachtet,
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erkennt man, dass sie aus vielen einzelnen, eng definierten, vorhersagbare Aufgaben hintereinander besteht. Maschinen stehen kurz davor, so gut darin zu werden, komplizierte Vorgänge in viele berechenbare Aufgaben zu unterteilen, dass es für viele Menschen keinen Platz mehr zur Spezialisierung geben wird. Wir sind kurz davor den Wettkampf zu verlieren. Digitale Maschinen erreichen dies durch "Machine Learning", das es ihnen ermöglicht, Informationen und Fähigkeiten durch das Analysieren von Daten zu erwerben. Sie lernen also durch das Entdecken und Verstehen von Zusammenhängen. Maschinen bringen sich selbst etwas bei. Das wird möglich, indem wir dem Computer viele Daten über Etwas geben, in dem er sich verbessern soll. Zeigen wir einer Maschine alle Dinge, die wir online gekauft haben, wird sie langsam lernen, was sie empfehlen soll, damit du mehr Dinge kaufst. Maschinelles Lernen trifft nun auf mehr von seinem Potenzial, da Menschen in den letzten Jahren angefangen haben, Daten über alles zu sammeln. Verhalten, Wettermuster, medizinische Aufnahmen, Kommunikationssysteme, Reisedaten und natürlich Daten darüber, was wir auf Arbeit tun.
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Was wir durch Zufall erschaffen haben, sind riesige Bibliotheken, die Maschinen nutzen, um zu lernen, wie Menschen etwas tun und wie sie es selbst besser machen können. Diese digitalen Maschinen sind vielleicht die größten Jobräuber von allen. Sie können sofort und kostenlos vervielfacht werden. Wenn sie sich verbessern, muss man nicht in große stählerne Maschinen investieren, sondern man nutzt den neuen Code. Und sie haben die Fähigkeit schneller besser zu werden. Wie schnell? Wenn deine Arbeit komplexe Arbeiten an Computern beinhaltet, kann es sein, dass du schneller keine Arbeit mehr hast, als die Personen, die noch in Fabriken arbeiten. Es gibt echte Beispiele dafür, wie dieser Übergang ablaufen könnte. Eine Firma in San Francisco bietet Projektmanagementsoftware an, die die mittlere Führungsebene ersetzen soll. Wenn es für ein Projekt eingesetzt wird, entscheidet die Software erst, welche Jobs automatisiert werden können und wo echte professionelle Menschen benötigt werden. Es hilft dann beim Zusammenstellen von freien Mitarbeitern über das Internet. Die Software verteilt dann Aufgaben an die Menschen, kontrolliert die Arbeitsqualität
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und verfolgt die individuelle Leistung bis das Projekt beendet ist. Okay. Das klingt erstmal nicht schlecht. Während diese Maschine einen Job auslöscht, schafft es Jobs für Freiberufler, oder? Nun. Während die Freiberufler ihre Aufgaben erledigen, werden sie von Lernalgorithmen überwacht, die Daten über ihre Arbeit sammeln und aus welchen Aufgaben diese besteht. Was also eigentlich passiert, ist, dass die Freiberufler einer Maschine beibringen wie sie sie ersetzen. Im Durchschnitt reduziert diese Software die Kosten um etwa 50 % im ersten Jahr und um weitere 25 % im zweiten Jahr. Das ist nur eines von vielen Beispielen. Es gibt Maschinen und Programme, die genauso gut werden wie Menschen, oder besser. Und das in allen möglichen Bereichen. Von Apothekern zu Analysten, von Journalisten zu Radiologen, von Kassierern und Bankmitarbeitern oder den ungelernten Arbeitern, die Burger wenden. All diese Jobs werden nicht über Nacht verschwinden, aber immer weniger Menschen werden sie ausführen. Wir werden einige Fälle in einem Folgevideo diskutieren. Obwohl verschwindende Jobs schlecht sind,
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ist das nur eine Seite der Medaille. [ Um still zu stehen, müssen wir uns schnell bewegen ] Es reicht nicht nur die alten Jobs mit neuen zu ersetzen. Wir müssen weiter neue Jobs schaffen, weil die Weltbevölkerung wächst. In der Vergangenheit haben wir das durch Innovation erreicht. Aber seit 1973 schrumpft in den USA die Entstehung von neuen Arbeitsplätzen. Und das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts war das Erste, in der die Gesamtzahl an Arbeitsplätzen in den USA zum ersten Mal nicht gestiegen ist. In einem Land, das bis zu 150.000 neue Jobs im Monat erschaffen muss, um mit dem Bevölkerungswachstum mitzuhalten, sind das schlechte Nachrichten. Das wirkt sich auch auf die Lebensqualität aus. In der Vergangenheit war es offensichtlich, dass steigende Produktivität zu mehr und besseren Jobs führt. Aber die Zahlen sagen etwas anderes. In 1998 arbeiteten US-Arbeiter insgesamt 194 Milliarden Stunden. Im Laufe der nächsten 15 Jahre steigerte sich ihre Leistung um 42 %.
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Aber in 2013 betrug die Gesamtarbeitszeit von US-Arbeitern immernoch 194 Milliarden Stunden. Das bedeutet: Trotz drastisch steigender Produktivität, tausender neuer Betriebe, die eröffnen, und einem Bevölkerungswachstum der USA von über 40 Mio., gab es keine Zunahme an Arbeitsstunden in 15 Jahren. In der selben Zeit schrumpfte der Lohn von Universitätsabsolventen in den USA im letzten Jahrzehnt während bis zu 40 % der neuen Absolventen gezwungen sind, einen Job anzunehmen, der keinen Abschluss benötigt. [ Schlussfolgerung ] Produktivität ist nicht mehr von menschlicher Arbeit abhängig. Die Innovation im Informationszeitalter ist anders als alles, was wir bisher erlebt haben. Dieser Prozess startete vor Jahren und ist bereits im vollen Gange. Sogar ohne neue Ausbrüche wie selbstfahrende Autos oder Roboterbuchhalter Es sieht so aus, als ob Automatisierung dieses Mal anders ist. Dieses Mal könnten die Maschinen wirklich unsere Jobs wegnehmen. Unsere Wirtschaft beruht darauf, dass Menschen konsumieren.
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Aber, wenn immer weniger Leute anständige Arbeit haben, wer wird dann konsumieren? Produzieren wir immer günstiger, nur damit zu wenige Menschen sich die Sachen und Leistungen leisten können? Oder sehen wir in der Zukunft eine kleine super-reiche Minderheit, die die Maschinen besitzen und den Rest beherrscht. Und muss unsere Zukunft wirklich so trostlos aussehen? Obwohl wir in diesem Video sehr düster waren, steht es noch lange nicht fest, dass die Dinge negativ ausgehen werden. Das Informationszeitalter und die moderne Automatisierung sind eine große Chance, die Gesellschaft zu verändern und Armut sowie Ungleichheit drastisch zu reduzieren. Es könnte ein wegweisender Moment der menschlichen Geschichte werden. Wir sprechen über diese Gelegenheit und mögliche Lösungen, wie allgemeines Grundeinkommen im zweiten Teil der Videoreihe. Wir müssen groß denken und das schnell. Denn eines ist sicher: Die Maschinen kommen nicht. Sie sind bereits hier. Wir arbeiteten über 900 Stunden an diesem Video und haben über neun Monate daran gearbeitet. Projekte wie dieses wären nicht möglich ohne eure Unterstützung auf Patreon.com. Wenn ihr uns helfen und dafür einen persönlichen Kurzgesagt-Vogel bekommen wollt,
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wäre das sehr hilfreich. Vieles aus diesem Video basieren auf zwei wirklich gute Bücher: "The Rise of the Robots" und "The Second Machine Age" Ihr findet Links zu beiden in der Videobeschreibung. Wirklich Empfohlen! Außerdem haben wir ein kleines Roboterposter gemacht. Ihr könnt das und viele andere Dinge in unserem DFTBA-Shop kaufen. Dieses Video ist Teil einer größeren Reihe darüber wie Technologie unser Leben schon jetzt verändert und wie sie das Leben für immer verändern wird. Wenn ihr weiterschauen wollt, haben wir einige Playlisten.

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